Was ist Diabetes und welche Typen gibt es?
Diabetes ist eine chronische Erkrankung mit erhöhtem Blutzucker. Erfahren Sie Ursachen, Symptome und die Hauptarten: Typ-1-, Typ-2-Diabetes sowie Gestationsdiabetes. Wichtige Fakten für besseres Verständnis und Früherkennung (ca. 155 Zeichen).

Diabetes mellitus, kurz Diabetes, ist eine weit verbreitete chronische Erkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel im Körper dauerhaft zu hoch ist. Dies entsteht durch einen Mangel an Insulin – einem Hormon der Bauchspeicheldrüse – oder durch eine gestörte Insulinwirkung. Weltweit sind über 400 Millionen Menschen betroffen, und die Zahlen steigen stetig an.
Ursachen und Symptome von Diabetes
Die Hauptursache von Diabetes liegt in Störungen des Glukosestoffwechsels. Insulin reguliert normalerweise den Transport von Glukose (Zucker) in die Zellen zur Energiegewinnung. Bei Diabetes fehlt es daran, was zu einem Überschuss von Glukose im Blut führt. Häufige Symptome sind starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, Gewichtsverlust und verschwommenes Sehen. In fortgeschrittenen Stadien können Komplikationen wie Nervenschäden oder Herz-Kreislauf-Probleme auftreten.
Durst und trockener Mund: Der Körper versucht, überschüssigen Zucker über den Urin auszuscheiden.
Müdigkeit und Schwäche: Zellen erhalten zu wenig Energie durch Glukosemangel.
Wundheilungsstörungen: Hoher Blutzucker beeinträchtigt die Durchblutung.
Typ-1-Diabetes: Der insulinabhängige Typ
Typ-1-Diabetes macht etwa 5-10 % aller Fälle aus und tritt meist bei Kindern und Jugendlichen auf. Hier zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Autoimmunerkrankung). Betroffene müssen lebenslang Insulin injizieren. Beispiele: Viele Diagnosen erfolgen nach viralen Infekten wie Mumps. Berühmte Betroffene wie der Schauspieler Nick Jonas zeigen, dass ein normales Leben möglich ist.
Typ-2-Diabetes: Der insulinresistente Typ
Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form (über 90 % der Fälle) und betrifft vor allem Erwachsene ab 40 Jahren. Der Körper produziert Insulin, reagiert aber nicht richtig darauf (Insulinresistenz). Risikofaktoren sind Übergewicht, Bewegungsmangel und genetische Veranlagung. Beispiele: In Deutschland leiden ca. 7 Millionen Menschen daran. Frühe Lebensstiländerungen können den Ausbruch verzögern.
Gestationsdiabetes: Tritt in der Schwangerschaft auf, bei ca. 5-10 % der Schwangeren, und verschwindet meist nach der Geburt.
Sekundärer Diabetes: Verursacht durch andere Erkrankungen wie Pankreatitis oder Medikamente.
Diagnose, Risikofaktoren und Prävention
Die Diagnose erfolgt durch Blutzuckermessungen wie den HbA1c-Wert oder einen Belastungstest. Risikofaktoren umfassen familiäre Belastung, Adipositas und ethnische Herkunft. Prävention ist bei Typ 2 entscheidend: Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtskontrolle reduzieren das Risiko um bis zu 50 %. Studien wie die Diabetes Prevention Program zeigen klare Effekte einer Lebensstiländerung.
Zusammenfassung und Ausblick
Diabetes ist eine ernste, aber managierbare Erkrankung mit klar unterscheidbaren Typen. Früherkennung und Aufklärung sind Schlüssel zum Vermeiden von Komplikationen. Bleiben Sie informiert und achten Sie auf Warnsignale – ein gesunder Lebensstil schützt langfristig.