Was ist Diabetes? Symptome, Arten und Ursachen
Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung mit erhöhtem Blutzucker. Erfahren Sie alles über Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Symptome, Ursachen und Risikofaktoren. Wichtige Infos für Betroffene und Angehörige (150 Zeichen).

Diabetes mellitus, umgangssprachlich Diabetes genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel dauerhaft zu hoch ist. Dies entsteht durch einen Mangel an Insulin oder eine gestörte Insulinwirkung. Weltweit leiden Millionen Menschen daran, in Deutschland allein über acht Millionen.
Definition und Ursachen von Diabetes
Bei Diabetes kann der Körper das Blutzuckerniveau nicht richtig regulieren. Insulin, ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, ist für den Transport von Glukose in die Zellen verantwortlich. Fehlt Insulin oder wirkt es nicht richtig, bleibt Glukose im Blut und schädigt langfristig Gefäße, Nerven und Organe. Die genauen Ursachen variieren je nach Typ: Autoimmunreaktionen bei Typ 1 oder Lebensstilfaktoren bei Typ 2.
Die verschiedenen Arten von Diabetes
Typ-1-Diabetes: Autoimmunerkrankung, bei der der Körper die insulinproduzierenden Zellen zerstört. Tritt meist im Kindes- oder Jugendalter auf. Beispiel: Ein 12-jähriges Kind entwickelt plötzliche Symptome nach einer Virusinfektion.
Typ-2-Diabetes: Häufigste Form (ca. 90 % aller Fälle), durch Insulinresistenz und späteren Insulinmangel. Oft bei Erwachsenen ab 40 Jahren. Beispiel: Ein übergewichtiger 50-Jähriger mit familiärer Belastung.
Gestationsdiabetes: Schwangerschaftsbedingte Form, die meist nach der Geburt verschwindet. Risiko für spätere Typ-2-Erkrankung. Beispiel: Schwangere Frauen mit hohem BMI.
Typische Symptome und Anzeichen
Frühe Symptome sind oft unspezifisch, werden aber mit fortschreitender Erkrankung deutlicher. Häufiger Durst und häufiges Wasserlassen führen zu Dehydration. Weitere Anzeichen umfassen Müdigkeit, Gewichtsverlust und Sehstörungen. Bei Typ 1 kann eine diabetische Ketoazidose akut lebensbedrohlich werden.
Häufiges Urinieren (Polyurie) und starker Durst (Polydipsie)
Appetitlosigkeit oder Heißhunger mit unerklärlichen Gewichtsverlust
Müdigkeit, Infektanfälligkeit und langsame Wundheilung**
Risikofaktoren und Verbreitung
Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes sind Übergewicht, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und familiäre Vorbelastung. Typ 1 hat genetische und umweltbedingte Ursachen. In Deutschland sind ca. 7 % der Bevölkerung betroffen, viele unentdeckt. Weltweit stieg die Zahl auf über 460 Millionen Fälle (Stand 2023). Beispiel: In Ländern mit hohem Wohlstand wie den USA ist Typ 2 epidemisch.
Diagnose und langfristige Auswirkungen
Die Diagnose erfolgt durch Blutzuckermessungen wie Nüchternblutzucker, HbA1c-Wert oder Belastungstests. Unbehandelt drohen Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neuropathie oder Nierenschäden. Früherkennung ist entscheidend für eine gute Lebensqualität.
Zusammenfassung und Ausblick
Diabetes ist eine weit verbreitete Erkrankung, die durch Aufklärung und Früherkennung gut managbar ist. Betroffene profitieren von individuellen Strategien. Bleiben Sie informiert und achten Sie auf Warnsignale.